Professor Prömel, Präsident der TU Darmstadt

"Die TU ist ein Schnellboot, das versucht, einen Tanker zu überholen"

Kurz nach seinem Amtsantritt traf sich Professor Dr. Prömel mit Vertretern verschiedener Fachschaften zu einem Interview. Im März diesen Jahres haben wir dann ein weiteres Interview geführt.

Hans Jürgen Prömel wurde am 16. September 1953 in Bienen (Nordrhein-Westfalen) geboren. Er studierte nach seinem Abitur Mathematik und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bielefeld und promovierte 1982 dort. Er war Assistant Professor an der University of California in Los Angeles und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn. 1987 habilitierte er und lehrte an der Universität Bonn. Danach folgte er einem Ruf an die Humboldt-Universität zu Berlin, an der er sechs Jahre als Vizepräsident für Forschung und im Jahr 2005 als kommissarischer Präsident amtierte. Am 1. Oktober 2007 trat er die Nachfolge von Johann-Dietrich Wörner als Präsident der TU Darmstadt an.

Fachschaft: Was sind die wichtigsten Änderungen bzw. Verbesserungen, die Sie bisher in Ihrer Amtszeit erreicht haben?

Prömel: An verschiedenen Stellen sind wir in den Prozess struktureller Veränderungen eingetreten, den wir die nächsten Jahren durchführen werden. Wir haben z.B. das MIR-Modell konsolidiert [Modell zur Mittelverteilung innerhalb der Uni, Anm. d. Red.], wir sind eingetreten in die Evaluation der Fachbereiche. Das sind Dinge, deren Strukturen nun geschaffen sind und die ab diesem Sommer greifen.

Wir werden auch in diesem Jahr in eine Diskussion über die Forschungsschwerpunkte dieser Universität eintreten. Das alles hat einige Vorlaufzeit gebraucht. Zum einen, weil man Strukturen aufbauen muss, die das leisten können, und zum anderen, weil ich erst mal ein Präsidium neu aufbauen und die Infrastruktur schaffen musste. All diese Dinge sind nun angelegt, so dass der Apparat funktions- und leistungsfähig ist.

Parallel dazu haben sich etliche Dinge weiterentwickelt, die einerseits schon da waren oder die wir andererseits angestoßen haben. Eine Sache, die sehr viel meiner Zeit in Anspruch genommen hat und die die Universität auch sehr beansprucht hat, waren die Diskussionen über die LOEWE-Programme [(hessische) Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, Anm. d. Red.], an der sehr viele Kolleginnen und Kollegen mitgearbeitet haben.

Die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge war ein weiterer Prozess, der sehr viel Arbeit und Mühe gekostet hat. Das war ein Prozess, der bereits angelegt war und den wir weiter begleitet haben. Wir haben an einigen Stellen versucht, die Infrastruktur dafür zu verbessern; das Campus-Management-System ist vielleicht das derzeit sichtbarste Projekt. Auch da sehen Sie erst langsam die Dinge, die greifen. Und es wird auch sicherlich noch mal ein Jahr dauern, bis die meisten Dinge davon umgesetzt sind.

Bei den größeren Projekten kommen jetzt also so langsam die Spitzen hoch, aber die Bäume sind noch nicht so richtig gewachsen. Jedoch sind wir bei den meisten Dingen, wie zum Beispiel dem Campus-Management-System oder den Forschungsschwerpunkten, nach meinem Eindruck auf einem sehr, sehr guten Wege.

Fachschaft: Sie haben nun ja etwas Zeit gehabt, die TU besser kennen zu lernen. Inwiefern hat sich Ihr Eindruck von der TU seit dem letzten Interview geändert?

Prömel: Er hat sicht nicht so stark verändert, ich glaube, er hat sich verstärkt. Als wir das letzte Interview geführt haben, das war vor anderthalb Jahren zu Beginn meiner Amtszeit, hatte ich ja Vorurteile und habe die auch in dem Interview preisgegeben. Die meisten dieser Vorurteile haben sich zu einem Urteil bestätigt. Die TU Darmstadt ist eine Universität, die von einer hohen Dynamik geprägt ist, in der eine gute Aufbruchstimmung ist, die ich versucht habe aufzunehmen.

Ich habe, glaube ich, damals gesagt, das TU-Darmstadt-Gesetz ist davon eine ganz wesentliche Komponente mit einer hohen Identifikation für diese Universität. Das ist ein Punkt, der uns derzeit ganz stark beschäftigt. Das Gesetz läuft ja dieses Jahr aus und wir sind in Gesprächen mit der Politik, damit das TU-Darmstadt-Gesetz fortgesetzt wird. Parallel werden wir dann über die Grundordnung reden.

Das ist etwas, das letztes Jahr sehr schwierig war, wegen der politischen Lage. Für ein Gesetz braucht es ja eine Regierung und einen Landtag, und wenn diese verschiedener Meinung sind, ist es sehr schwierig, Gespräche zu führen. Das hat sich jetzt verbessert, und wir versuchen nun die Vorbereitungen zu treffen, eine Novellierung unseres Gesetzes zu haben, noch bevor es ausläuft.

Dabei war mir wichtig, dass es auch weiterhin ein eigenes TU-Darmstadt-Gesetz gibt. Das durchzusetzen war viel Arbeit. Die Idee von einigen politischen Gruppierungen war, dass die TU Darmstadt wieder in das Hessische Hochschulgesetz zurück geht und man stattdessen das Hessische Hochschulgesetz novelliert. Das Gesetz beizubehalten ist eine der ganz wichtigen Aufgaben, die ich dieses Jahr noch erfüllen möchte.

Um aber wieder zu Ihrem Punkt zurückzukommen: Ich habe das mal an anderer Stelle so verglichen: Die TU Darmstadt ist im Vergleich zu den anderen technischen Universitäten eher ein Schnellboot, das versucht, einen Tanker zu überholen. Wenn ich mir da Universitäten wie in Aachen anschaue, die viel größer sind, habe ich den Eindruck, dass wir in vielerlei Hinsicht deutlich wendiger sind; wendiger darin, neue Gebiete zu besetzen und dynamisch weiterzuentwickeln.

Etwas, das ich mittlerweile noch viel mehr für eine Stärke der TU Darmstadt halte, als ich das vor anderthalb Jahren getan habe, ist die Offenheit zur Interdisziplinarität. Die verschiedenen Disziplinen reden hier miteinander in einem Maße, wie ich das von anderen Universitäten her kaum kenne. Das ist vielleicht ein Grund dafür, warum Studiengänge wie Wirtschaftsingenieurswesen oder Wirtschaftsinformatik hier so gut funktionieren.

Ich habe auch den Eindruck, sehr positiv aufgenommen worden zu sein. Die Ideen, die ich transportiere, werden in aller Regel zwar kritisch diskutiert, aber ansonsten gut aufgenommen und die ganze Universität zieht auch an einem Strang. Daher bin ich sehr zuversichtlich, dass wir die Ziele, die wir uns vorgenommen haben und noch vornehmen werden, auch erreichen werden.

Fachschaft: Sie haben schon erwähnt, dass das TU-Darmstadt-Gesetz sowie die Grundordnung der TU novelliert werden sollen. Welche Erwartungen haben Sie diesbezüglich?

Prömel: Wir wollen unsere Autonomie schützen und ein Stück verstärken. Dazu gehört, die Autonomie weiterzuentwickeln. Jetzt muss man zum einen sehen, wo das möglich ist, und zum anderen, wo es auch notwendig ist. Das Gesetz an sich ist ja nur Handwerkszeug und soll uns ja nur ermöglichen, das, was wir tun wollen, besser zu tun. Nun um irgendwelche Autonomie-Dinge zu streiten, die man dann nicht braucht, um gute Studierende zu erhalten oder gute Forschung zu machen, macht keinen Sinn.

Wir versuchen, im Bau-Bereich etwas größere Freiheiten zu erhalten als wir derzeit haben. Wir werden versuchen, auch im Personalbereich eine etwas größere Flexibilität zu bekommen. Es wird aber sicherlich nicht so dramatische Auswirkungen haben wie der erste Schritt und man muss mit Augenmaß vorgehen.

Fachschaft: Im letzten Interview haben Sie ein hohes Leistungsniveau als eines Ihrer Ziele genannt. Inwieweit sehen Sie es als erfüllt an bzw. inwieweit sehen Sie da insbesondere Möglichkeiten zur Evaluierung bei Geisteswissenschaften, die man mit Benchmarks nicht wirklich bewerten kann?

Prömel: Erfüllt kann das ja nicht sein; zum einen ist die Zeit dafür zu kurz und zum anderen ist das ja ein Ziel, das man nie erreichen kann. Ich könnte Ihnen jetzt mehrere Indizien nennen, warum ich meine und auch belegen kann, dass wir auf einem guten Weg sind, sowohl in der Lehre als auch in der Forschung. Es liegen uns wieder neue Rankings vor; zumindest die Wirtschaftsinformatiker werden wieder auf Platz Eins sein, auch die Wirtschaftsingenieure sind hoch angesehen. Da sind wir auf einem sehr hohen Niveau. Auch in einigen anderen ingenieur- und naturwissenschaftlichen Studiengängen bekommen wir exzellente Bewertungen.

Für die Forschung könnte ich die LOEWE-Initiative erwähnen, für die es hier einige sehr erfolgreiche Bereiche gibt, bei denen wir uns auf sehr hohem Niveau bewegen.

Wir werden die Fachbereiche systematisch evaluieren. Wir fangen jetzt mit dem Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an. Wir werden im Mai eine Evaluierungskommission haben und es gibt einen Selbstbericht des Fachbereichs. Wir werden dann einen Bericht dieser Kommission haben und uns dann gemeinsam mit dem Fachbereich Zielvereinbarungen überlegen. Diese Zielvereinbarung wird Schwerpunkte definieren und wir werden dann ein Controlling aufsetzen, dass Zwischenmarken kontrolliert, und worüber wir gemeinsam im Gespräch bleiben um zu sehen, wie sich der Fachbereich entwickelt.

Wir haben zwei weitere Fachbereiche, die mit dem Prozess bereits angefangen. Das sind der Fachbereich Biologie und der Fachbereich Architektur. Diese Fachbereiche habe ich ausgewählt, weil in näherer Zukunft mehrere Berufungen anstehen und man sich nun fragen kann, ob die Ausrichtung des Fachbereiches noch die richtige ist. Dinge entwickeln sich, eine Universität lebt. Man muss also hin und wieder drauf schauen, ob ein Fachbereich modern ausgerichtet ist und wie er im Konzert mit den anderen Fachbereichen der TU Darmstadt aufgestellt ist.

So, und nun komme ich langsam auf Ihre Frage zu den Geisteswissenschaften. Ich habe noch keine genauen Pläne für den vierten und fünften Fachbereich, aber mit dem Dekan des Fachbereichs Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften werde ich genau darüber gesprochen haben.

Fachschaft: Wie kann man das in so einem heterogenen Fachbereich anstellen?

Prömel: Man müsste sich anschauen, ob man den ganzen Fachbereich bewertet oder nur die einzelnen Institute. Ein wichtiger Punkt dabei ist aber: an der Stelle geht es nicht um Parameter. Bei der internen Mittelverteilung reden wir über Parameter, da müssen wir schauen, ob die Parameter die richtigen sind. Bei einer Evaluation ist es ja gerade eine Peer-Evaluation. Man nimmt dabei prominente Vertreter der jeweiligen Disziplin und fragt sie nach Verbesserungsmöglichkeiten. Das halte ich für sehr wichtig, komplementär zu irgendwelchen Parametern zu evaluieren. Was das Tagesgeschäft angeht, kann man sich Parameter anschauen, aber wenn es an fundamentale Entscheidungen geht, sind Parameter überfordert.

Und das funktioniert bei den Geisteswissenschaften genauso wie bei den Ingenieurwissenschaften. Meine Strategie ist, beides zu haben. Das Peer-Review sollte in größeren Abständen stattfinden - das kann man nicht zu oft machen, weil es ein großer Aufwand für alle Beteiligten ist, und für Zwischenschritte kann man anhand der Parametern sehen, ob es Fortschritte gibt.

Fachschaft: Und diese Peer-Review wollen sie dann in allen Fachbereichen durchführen?

Prömel: Ja, ich könnte mir vorstellen, dass man, nachdem es einmal angelaufen ist und die Strukturen aufgesetzt sind, in sechs Jahren einmal durch die Universität durch ist.

Fachschaft: Wenn der TU weitere Finanzmittel zur Verfügung stehen würden, in welche Schwerpunkte würden Sie investieren?

Prömel: Jetzt muss man einmal vorher sortieren, was das für Mittel sind. Die Konjunkturprogramme des Bundes und des Landes Hessen sind dezidiert für Bauunterhaltung und Bauvorhaben vorgesehen. Wir können also nichts anderes damit tun als zu bauen oder zu renovieren und die Mittel bis 2011 auszugeben. Beim Bauen haben wir deutliche Akzente gesetzt. Etwas, was uns sehr wichtig war und was die höchste Priorität im Landesprogramm hatte, war das Hörsaalgebäude auf der Lichtwiese.

Fachschaft: Was würden Sie machen, wenn 100 Millionen Euro beliebig verfügbar wären?

Prömel: Wir bräuchten 100 Millionen, um die Elektrotechnik zu sanieren. Die haben wir im Moment nicht. Was das Bauen angeht: Es sind einige Hörsäle in schlechter Verfassung. Aus dem Konjunkturprogramm werden wir ein Hörsaalgebäude bauen und die Mensen sanieren. Wir werden hier in der Physik beispielsweise einen Hörsaal sanieren. Es gibt ein Programm, das auch sehr stark den Lehrräumen zur Verfügung steht.

Wenn wir jetzt 100 Millionen hätten, als Spielgeld sozusagen, würde ein Teil mit Sicherheit auch noch in weitere Renovierungen von Hörsälen fließen, denn da ist die Universität immer noch in einem extrem schlechten Zustand. Wir haben einen Sanierungsstau zwischen 500 und 550 Millionen Euro.

Wenn sie aus der Physik kommen, wissen Sie, wie einige Ecken dort aussehen. Ich habe mir das neulich angesehen, als wir darüber diskutierten, wo wir Prioritäten setzen. Die Informatik-Gebäude sehen gut aus, aber in der Physik, Elektrotechnik und einigen anderen Gebäuden muss man etwas tun.

Ich würde auch, wenn man langfristig dieses Geld hätte, in einigen Bereichen eine bessere Personalausstattung ermöglichen, um die Relation Lehrende/Lernende zu verbessern. Diese ist in einigen Gebieten zu schlecht, um ein qualitativ hochwertiges Studium zu gewährleisten. Es ist ein Phänomen, das generell in Deutschland durch die Unterfinanzierung der Universitäten in den letzten Jahren entstanden ist. Wenn deutsche Universitäten sich mit ausländischen Spitzenuniversitäten vergleichen, dann ist das katastrophal. Die Grundfinanzierung muss höher werden, um da ein besseres Verhältnis hinzubekommen.

Als Beispiel: Wir sind von der Landesfinanzierung mit etwas über 10 000 Euro pro Studierenden ausgestattet. D.h. wir haben ein Jahresbudget aus der Landesfinanzierung von 220 Millionen Euro bei knapp 20 000 Studierenden, da kommen Drittmittel noch drauf. Die ETH Zürich, an der wir ja immer gemessen werden, ist ausgestattet mit etwas über 35 000 Euro pro Studierenden im Jahr. Daran können Sie messen, was wir an Infrastruktur und Lehrenden pro Studierenden zur Verfügung stellen können. Technische Universitäten sind da ein Stück teurer als andere Universitäten. Eine Universität ohne Technik und ohne Medizin hat in Deutschland in der Regel mit 7000 bis 8000 Euro zur Verfügung, aber auch das ist deutlich zu wenig.

Wenn ich dann noch Geld übrig hätte, würde ich in den einen oder anderen Forschungsschwerpunkt investieren, um dadurch die Sichtbarkeit zu erzielen, die wir an der Universität haben wollen - nach der Maxime, zu den besten drei Universitäten in Deutschland gehören zu wollen.

Fachschaft: Anknüpfend an das Thema "Evaluierung". Sie hatten kurz nach ihrem Antritt davon gesprochen, dass Mechanismen entwickelt werden sollten, um darüber zu entscheiden, welche Fächer oder Studiengänge geschrumpft oder welche gestärkt werden. Wie sehen Sie das jetzt?

Prömel: Der Mechanismus hat sich ein Stück weit von selbst ergeben. Sie können selber sehen, welche Fächer vor einer Schrumpfung oder einer Stärkung stehen, was den natürlichen Prozess angeht. Und dann muss man schauen, wo man vielleicht etwas nachhilft. Das Nachhelfen wird genau der Prozess der Evaluation sein und die Setzung der Forschungsschwerpunkte. Da würde ich ungern die Ergebnisse der Diskussionen, die wir in den nächsten zwei Jahren führen werden, vorwegnehmen.

Der natürliche Teil des Prozesses ist der, dass wir in den Wettbewerben, an denen wir uns ja erfolgreich beteiligt haben in den letzten Jahren, dem Exzellenzwettbewerb und dem LOEWE-Wettbewerb, in jedem Projekt, bei dem wir etwas gewonnen haben, auch eine Grundfinanzierung bereitstellen müssen und teilweise eine Nachfinanzierung von Stellen. Das ist der natürliche Prozess der Profilbildung.

Wenn ich die Physik anschaue: Durch FAIR sind neue Professuren geschaffen worden, die eine Zeit lang finanziert werden, zunächst einmal sechs Jahre, und danach sind wir gemeinsam, der Fachbereich und die Universität, eine Verpflichtung der Nachfinanzierung eingegangen, weil die Professoren auf Lebenszeit eingestellt werden. Für die Hälfte der Nachfinanzierung ist der Fachbereich zuständig, für die andere die Gesamtuniversität. Die Philosophie dahinter ist: Solche Projekte sind strukturbildend für die Universität. Das ist auch von den Geldgebern gewollt. Und strukturbildend heißt: Nicht nur der Fachbereich muss sich auf dieses Gebiet ausrichten, sondern auch die Gesamtuniversität.

So kann man jetzt in jedes Fach rein schauen, wo die Universität ein Stück Nachfinanzierung gewährt hat, wo jetzt, wenn sich im Gesamtsystem nichts ändert, mehr Mittel hin fließen, die anderswo weggehen. Das scheint mir eine recht natürliche Art zu sein, wie eine Universität sich entwickelt. Wo sich Stärken selber stärken. Man kann das nicht ganz dem freien Spiel der Kräfte überlassen, aber ein Stück weit. Bereiche, die stark sind, zu stärken, scheint mir ein vernünftiger Prozess zu sein, der dann auch sehr vernünftig extern evaluiert wird. Das ist nicht willkürlich, sondern Wettbewerb.

Fachschaft: Detlef Reimann, neuer Präsident der FH Wiesbaden, hat vor kurzem ein Interview in der Frankfurter Rundschau gegeben. Dort sagt er unter anderem: "... aber eins möchte ich noch mal betonen. Es gibt bei den Abschlüssen keinen Unterschied mehr zwischen uns und etwa der Technischen Universität Darmstadt.". Stimmen Sie dieser Aussage zu?

Prömel: Ich muss gestehen, ich kenne die FH Wiesbaden nicht gut genug. Ich würde Herrn Reimann mal gerne einladen und durch die Universität führen. Universitäten sind sehr stark forschungsgetrieben und wir bemühen uns sehr nachdrücklich, Forschung und Lehre stark zu verknüpfen. Fachhochschulen sind teilweise, das muss man ihnen zugestehen, noch stärker praxisorientiert, aber den Forschungsanteil, den wir haben, die forschungsgetriebene Lehre, die kann eine Fachhochschule gar nicht leisten. Die Abschlüsse als gleichwertig ansehen zu wollen, ist eine Sichtweise, die an der Wirklichkeit vorbei geht. Was richtig ist, ist, dass man am Titel den Unterschied nicht mehr sieht, aber fragen Sie mal den Personalchef eines Unternehmens, wie er dazu steht.

Eine Universität hat einen anderen Anspruch. Wir wollen Leute ausbilden, die das Lernen gelernt haben, also ein Leben lang in der Lage sind, sich weiterzubilden und immer an der Spitze der Entwicklung zu stehen, und weniger jemanden ausbilden, der genau jetzt auf das passt, was er gerade tun soll. Dass er auch das tun kann, wofür er gerade eingestellt wird, das wollen wir auch mitgeben. Aber im Prinzip soll die Ausbildung an einer Universität so sein - und darum auch genau die Forschungskomponente - dass sich die Absolventen ihr Leben lang weiterbilden können, dass sie ein Leben lang Prozesse kritisch begleiten können und am Ende vielleicht genauso erfolgreich etwas anderes tun als sie vorher gelernt haben. Da schätze ich eine Fachhochschulausbildung, ohne Herrn Reimann zu nahe treten zu wollen, ganz anders ein.

Fachschaft: In der Publikation "Die Zukunft der TU Darmstadt" steht auf Seite neun folgender Satz: "Die TU Darmstadt ist eine Forschungsuniversität, nimmt aber - genau deshalb - die Lehre besonders ernst.". Warum wählt man den Begriff "Forschungsuniversität"?

Prömel: Das ist eigentlich ein Anglizismus, der ins Deutsche übersetzt ist. Er bezeichnet keine Universität, die nur für Forschung da ist. Im amerikanischsprachigen Raum ist eine Research University eine Universität, die Forschung macht, und die Promotionen macht. In den USA gibt es ja viele Universitäten, aber sehr wenige, die das Promotionsrecht haben. Eine Research University ist eine Universität, die auf internationalem Niveau forscht und damit die Möglichkeit hat, sehr gute Studierende zumindest im Master und PhD-Bereich heranzuziehen. Wenn ich mir die deutsche Tradition ansehe, müsste es Forschungs- und Lehruniversität heißen, weil wir uns über die Einheit von Forschung und Lehre definieren und das auch leben wollen. Und das sollte der Satz auch sagen, nämlich, dass wir genau deshalb auch in der Lehre stark sind und stark sein wollen. Ich möchte behaupten, und das haben wir auch immer so gesagt, dass Forschung und Lehre gleichberechtigt sind. Wir brauchen gute Forschung, um attraktive Lehre machen zu können. Aber die gute Forschung hilft nicht, wenn wir nicht auch attraktive Lehre machen und hervorragende Studierende heranziehen.

Fachschaft: Was bedeutet für Sie "exzellente Lehre" bzw. welche Bedeutung schreiben Sie diesem Begriff zu?

Prömel: Es ist egal, ob ich über Forschung oder Lehre spreche. In jedem Fall soll es etwas sein, was herausragend ist, was eine Spitzenstellung im Wettbewerb hat. Wir wollen so lehren und so ausbilden, dass unsere Studierenden national wie international mit dieser Ausbildung konkurrenzfähig sind. So wie wir das in der Forschung auch wollen. Wo immer Sie sich als Studierende oder meine Kolleginnen und Kollegen hier mit Forschungsprojekten der Konkurrenz stellen, sollen sie in der Spitze national und international konkurrieren können.

Fachschaft: Wie sehen Sie die Stellung der Lehrerbildung an der TU Darmstadt?

Prömel: Wir führen da gerade eine interessante Diskussion. Wir haben uns als Technische Universität dazu verpflichtet, Lehrer auszubilden. Davon werden wir auch nicht abgehen. Auf Grund der Spezifik dieser Universität werden wir natürlich unsere Lehrerausbildung auf die Fächer, die profilbildend für die Universität sind, konzentrieren. Dass man dann auch Lehrer mit anderen Kombinationen ausbildet, muss sein, aber unsere wesentliche Aufgabe sehen wir darin, Lehrer für die technischen und naturwissenschaftlichen Fächer auszubilden.

Wir werden ab dem Wintersemester eine Professur haben, die an den Fachbereich Humanwissenschaften angesiedelt ist, weil dort die Serviceleistungen bereitgestellt werden, die aber Didaktik der Technik heißt und insbesondere für die Ingenieurwissenschaften eine vernünftige Didaktikausbildung erbringen soll. Lehrerausbildung ist wichtig und eine gesellschaftspolitische Aufgabe, die wir an unserer Universität wahrnehmen.

Fachschaft: Haben Sie eine konkrete Vorstellung davon, wie viele Studenten die Universität aufnehmen kann?

Prömel: Es stehen jetzt starke Schülerjahrgänge und doppelte Abiturjahrgänge an, und die Frage ist: Wie gehen die Universitäten damit um? Wir werden uns als TU Darmstadt dieser Verantwortung stellen. Das geht aber nur dann, wenn wir eine vernünftige Grundfinanzierung dafür haben. Das nur über Hochschulpakt XY-Mittel als Kofinanzierung hinzubekommen, halte ich für nicht verantwortbar. Was unsere derzeitige Situation angeht: Wir hatten im letzten Wintersemester knapp über 19.000 Studierende. Mehr als 20.000 kann ich mir mit dieser Grundfinanzierung nicht vorstellen. Dann brauchen wir wirklich finanzielle Mittel, um die Infrastruktur nachzuziehen - und zwar sowohl die bauliche als auch die personelle Infrastruktur. Wir haben das im Präsidium bereits mehrmals diskutiert. Wir haben jetzt zwei Erstsemesterjahrgänge gehabt, die sehr stark waren. Einige Bereiche sind jetzt so, dass wir sehr vorsichtig werden müssen mit der Aufnahme weiterer Studierender. Das betrifft gerade auch die Wirtschaftsingenieure, sonst überdehnen wir uns. %Und als Gesamtuniversität kann ich mir nur einen weiteren Anstieg vorstellen, wenn eine vernünftige und langfristig gesicherte Grundfinanzierung da ist, um höhere Studierendenzahlen zu bewerkstelligen. Also nicht wirklich mit 4.000 Euro Zusatzmittel, womit wir dann versuchen mit zusätzlichen Tutorenprogrammen Lücken zu füllen. Das geht nicht auf Dauer, das geht nur über eine kurze Zeit und das tun wir schon ein Stückchen. In einigen Fächern fahren wir bereits auf Überlast.

Wenn wir jetzt noch wachsen wollen, brauchen wir dafür eine signifikante Erhöhung der Grundfinanzierung.

Fachschaft: Worin sehen Sie die Ursache für die hohen Durchfallquoten in den ersten Semestern, und welche Maßnahmen kann man Ihrer Meinung nach dagegen unternehmen?

Prömel: Das erste Semester ist für viele ein Orientierungssemester, und viele fangen an, Fächer zu studieren, bei denen sie feststellen, dass sie ihnen doch nicht so liegen. Das ist nun ein nicht unnatürlicher Prozess, dass in den ersten Semestern eine hohe Abbrecherzahl vorhanden ist. Ein Stückchen kann man kompensieren, indem man vorher Gespräche führt. Man kann versuchen einzuschätzen, wie gut die Studieninteressierten sind und sie ein Stück weit beraten. Gerade in den Ingenieurwissenschaften oder Fächern, die nicht in der Schule gelehrt werden, herrschen manchmal ganz falsche Vorstellungen. Ich habe selbst Ingenieursstudenten kennengelernt, die sich wahnsinnig gewundert haben, dass man Mathematik können muss, um Ingenieurwissenschaften zu studieren. Man kann durch Zulassungsgespräche, und das halte ich für ein sehr aufwändiges, aber in der Regel auch sehr effizientes Verfahren, viele Dinge vorher abklären, indem man sich die Leute anguckt, mit ihnen spricht, feststellt ob sie qualifiziert sind. Das ist mit hoher Zuverlässigkeit hinzukriegen.

Eine andere Strategie, die einige Fachbereiche fahren, ist, im ersten Semester relativ rigoros auszusortieren. Dann haben wir zwar im ersten Semester hohe Abbrecherquoten, aber das ist tolerabel, denn diese Studierenden verlieren höchstens ein halbes Jahr oder ein Jahr. Und die, die man im dritten Semester hat, die führen wir dann auch zum Ziel.

Beides sind Strategien, die man leben kann. Was ich nicht nachvollziehen kann, sind hohe Abbrecherquoten in späteren Semestern. Das ist dann auch schwer verantwortbar, da die Leute sehr lange in eine Karriere investieren, die sie nachher nicht weiter verfolgen.

Man sollte versuchen vorzubeugen; ich bin deshalb ein großer Freund von Bewerbungsgesprächen. Und ich habe mich auch sehr nachdrücklich dafür eingesetzt, dass trotz der Diskussion um die ZVS die Universitäten autonom bleiben bei der Aufnahme von Studierenden. Es wird aktuell ein System entwickelt, das der Universität nicht die Entscheidungsfreiheit aus der Hand nimmt. So ein System wird es hoffentlich in zwei oder drei Jahren bundesweit geben. So, dass es zwar eine Koordination gibt, aber keine Verteilung. Wie gesagt, Gespräche sind eine Möglichkeit und ansonsten muss man dann das erste Semester so gestalten, dass die Studenten danach wissen, ob sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ans Ziel kommen.

Fachschaft: Interessierte Schüler werden mit hohen Aufwand von Werbemaßnahmen an die Uni gelockt. Soll man sie gerade am Anfang besser unterstützen, oder sie doch ins kalte Wasser werfen?

Prömel: Das ist eine schwierige Frage. Ich glaube, man muss beides tun. Ich bin tendenziell ein Freund des kalten Wassers, weil die Leute dann richtig schwimmen lernen, aber man muss natürlich aufpassen, dass dabei nicht zu viele untergehen.

Fachschaft: Muss die Uni stärker auf die Schulen zugehen?

Prömel: Ich halte es für wichtig, dass die Universitäten stark auf die Schulen zugehen, und das machen wir im Prinzip bereits, zum Beispiel bei Saturday Morning Physics. Gerade in den Natur- und Ingenieurwissenschaften müssen wir uns den Schulen öffnen. Dass wir dann einen Teil derer, die wir begeistert haben, selektieren müssen, weil sie nicht stark genug sind, das ist so im Leben. Dass man Menschen erstmal für etwas begeistert, und dann feststellt, dass sie es doch nicht packen, weil sie Dinge unterschätzen. Gerade in Fächern wie Mathematik, Physik und manchen Ingenieurwissenschaften wird es immer hohe Durchfallquoten geben. Man muss den Leuten nicht nur beim Einstieg, sondern auch beim Ausstieg helfen.

Ich weiß zum Beispiel von der Humboldt-Universität zu Berlin, bei der ich ja vorher war, dass die Mathematik dort im ersten Studienjahr uniweit die höchste Abbrecherquote hatte, doch am Ende die meisten Studierenden zum neuen Studienziel führte. Das ist ja nicht schlimm. Schlimm wäre hingegen, wenn eine Person nach drei Jahren die Universität ohne Abschluss verlässt.

Fachschaft: Möchten Sie, dass jeder Bachelor-Absolvent der TU auch in den konsekutiven Masterstudiengang wechseln kann?

Prömel: Ja, das habe ich von Anfang an gesagt, dass der Bachelor ein guter Zwischenpunkt ist: Dass nach einem breiten Bachelorstudium auch ein sehr spezieller Masterstudiengang folgen kann. Der Bachelorabschluss bietet eine gute Exit-Möglichkeit und eine gute Chance der Umorientierung. Wir möchten so ausbilden, dass die Leute auch zum Master kommen.

Fachschaft: Wie stehen sie dazu, dass der Zugang zu Masterstudiengängen auch mit Bachelorabschlüssen von der Fachhochschule möglich ist?

Prömel: Solange wir Herr der Qualitätssicherung sind, warum sollten wir sehr gute Studierende, die von außen kommen, daran hindern, bei uns einen Abschluss zu machen? Wenn sie rein passen und das Niveau eher heben als senken, dann sind solche Studenten für uns interessant.

Solche Dinge würde ich nicht an einer formalen Qualifikation, sondern an der Leistungsfähigkeit festmachen. Warum sollen wir das Potential, das wir an Studierenden haben, nicht voll ausschöpfen? Da würde ich gerne auf jeder Ebene versuchen, das Potential der besten Studierenden für diese Universität zu gewinnen.

Fachschaft: Wie empfinden Sie die uniinterne Kommunikation?

Prömel: Die interne Kommunikation ist an verschiedenen Stellen verbesserungsbedürftig, und wir sollten gemeinsam überlegen, wie wir diese verbessern können. Ich diskutiere das auch gemeinsam mit dem Referat Kommunikation. Das ist aber kein Problem dieser Universität, das ist an allen Universitäten mit solch großen Strukturen so. Letztendlich kann ich nicht mit allen 19.000 Studierenden reden. Das ist eine Gratwanderung. Da wo wir etwas tun können, werden wir versuchen, eine offene Kommunikation hinzubekommen.

Fachschaft: Amerikanische Universitäten besitzen sozusagen ein komplettes Merchandising, auf Coca-Cola-Niveau, rund um die Universität. Dort besteht eine ganz andere Mentalität, wollen wir so etwas hier auch?

Prömel: Wir können nicht etwas aus dem amerikanischen System nehmen und versuchen das hier zu implantieren, das funktioniert nicht. Wir können etwas entwickeln wollen, etwas aus der Tradition der deutschen Universitäten, aus der Tradition der TU Darmstadt heraus entwickeln. Aber das so zu machen wie an einem amerikanischen Campus, ist völlig undenkbar - da tickt die Welt hier ganz anders. Dass wir versuchen, eine höhere Identifikation mit der Universität zu erzielen, Absolventen an die Universität zu binden, einen höheren Identifikationsgrad zu erzielen, ist richtig. Ich glaube nicht, dass wir unser Merchandising primär machen, um Geld zu verdienen (lacht). Es ist nicht beabsichtigt, dies so zu tun wie in den USA. Aber ich fände es schon gut, wenn die Identifikation mit der TU Darmstadt noch höher wäre. Wenn der eine oder andere mal mit einem T-Shirt herumlaufen würde und das zeigt. Das ist zurzeit ein Trend an allen deutschen Universitäten. Fast alle Universitäten tun was in dieser Richtung. Warum soll man nicht auch ein bisschen stolz sein auf seine Universität, an der man studiert? Ich hoffe, dass die TU Darmstadt so ist, dass sie stolz darauf sein können.

Fachschaft: Ist der ULB-Neubau noch im Zeitplan?

Prömel: Der Neubau der Universitäts- und Landesbibliothek befindet sich noch im Zeitplan, das Gebäude soll ab 2011 nutzbar sein.. Als autonome Universität bauen und finanzieren wir selber. Wenn etwas aus dem Zeitplan heraus läuft, dann kostet das viel zusätzliches Geld. Von daher werden wir alles tun, was in unserer Macht steht, um das im Zeitplan fertig zu bekommen. Wir werden noch einiges in das alte Hauptgebäude und in die Hörsaalsanierungen investieren. Weiterhin verhandeln wir mit der Hochschule Darmstadt, um die von der Hochschule genutzten Gebäude zurück zu bekommen. Davon wird die Physik stark profitieren. In der Stadtmitte werden so Physik, Mathematik und Informatik zusammen sein. Die Mathematik wird entlastet, indem sie mit einigen Lehrstühlen in die Dolivostraße zieht, und Teile der Verwaltung können dann ins alte Hauptgebäude ziehen.

Von 2011-2013 ist die Sanierung des Schlosses geplant, die Mittel sind bereits beantragt. Ziel ist, 2013 das Schloss saniert zu haben und dann auch voll nutzen zu können. Teilweise soll es dann von der Verwaltung und vom Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften genutzt werden.

Auch auf der Lichtwiese entsteht eine sehr hohe Dynamik. Die Entscheidungen werden im April/Mai fallen, zwei weitere Gebäude über HBFG (Bund-Länder-Kofinanzierung) finanziert zu bekommen. Zum einen ein großes Forschungsgebäude, zum anderen einen weiteren Hochleistungsrechner; wenn dieser positiv beschieden wird, wird dort auch noch ein weiteres Gebäude gebaut. Weiterhin steht die Sanierung des Chemiegebäudes an, diese kostet allein mehr als der Neubau der Bibliothek. Diese Bauvorhaben werden uns bis 2013/14 beschäftigen und in vier Bauabschnitte aufgeteilt.

Fachschaft: Herr Prömel, wir danken Ihnen herzlich für das ausgiebige Gespräch.

 

(Das Gespräch führten Andreas Marc Klingler (Informatik), Anna Maria Heilmann, Susanne Weyand (Physik), Sabrina Kemmerer (Chemie), Markus Hahn und Isabell Brandt (Rechts- und Wirtschaftswissenschaften) im März 2009)

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